Mittelfristige kommunalpolitische Ziele

Rissen ist wegen seiner einzigartigen Lage, geprägt durch attraktive Naturlandschaften und die Nähe zur Elbe, einer der schönsten und lebenswertesten Stadtteile Hamburgs.

Als westlichster Vorort Hamburgs hat sich Rissen mit seinem Einkaufszentrum, den Schulen, der Kirche, der Freiwilligen Feuerwehr, den Vereinen und vielen anderen Institutionen eine weitgehende Eigenständigkeit erhalten. Rissen bietet uns damit nicht nur erholsame Natur und attraktives Freizeitvergnügen, sondern auch vielfältiges kulturelles und urbanes Leben.

Wir werden uns wie bisher konsequent dafür einsetzen, dass Rissen, unser Dorf, mit seinen liebenswerten Strukturen erhalten und zum Wohle unserer Rissener Mitbürger bedarfsgerecht und behutsam weiter entwickelt wird:

Pflege der Naherholungsgebiete

Unsere schönen Naherholungsgebiete wie der Forst Klövensteen und das Wittenbergener Elbufer müssen sorgsam gepflegt werden und weiterhin mit dem Auto auch für unsere vielen Senioren und für die in ihrer Mobilität beschränkten Mitbürger erreichbar sein.

Den Freizeiteinrichtungen im Klövensteen wie dem Wildgehege mit seinem neu angelegten Kinderspielplatz gilt dabei unser besonderes Augenmerk. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der seit langem vernachlässigte Walderholungsplatz am Feldweg 83 möglichst schnell wieder in einen attraktiven Zustand versetzt wird. Die kilometerlangen Reitwege müssen auch zukünftig den vielen Pferdeliebhabern zur Verfügung stehen.

Am Wittenbergener Elbufer soll wieder ein attraktiver Strandabschnitt entstehen. Wir wollen vor allem, dass zwischen Anleger und Leuchtturm Sandaufschüttungen erfolgen, damit dieser Bereich möglichst bald wieder genutzt werden kann. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass dort das ehemalige Fährhaus wieder errichtet wird.

In der Rissener Kiesgrube soll ein Freizeitpark und mit Hilfe von Sponsoren, wie bereits seit längerem geplant, eine Skaterbahn entstehen.

Stärkung unseres Ortszentrums

Vorrangiges Ziel unserer Politik dabei ist es, die Attraktivität und die Lebensfähigkeit der Einkaufszone zu erhalten und verbessern, damit sie im harten Wettbewerb mit dem neuen Zentrum in Wedel und dem Elbe-Einkaufszentrum (EEZ) bestehen kann. Im Interesse ausreichender Parkmöglichkeiten haben wir uns von Beginn an für eine verkehrsberuhigte Wedeler Landstraße mit Parkplätzen und gegen die von anderen Parteien favorisierte reine Fußgängerzone ausgesprochen. Für Kunden, die nicht mit dem Auto einkaufen, haben wir z.B. dafür gesorgt, dass die Wedeler Landstraße auch entgegen der Einbahnstraßenrichtung befahren werden darf. Wir begrüßen die Absicht der Grundeigentümer und der Kaufleute, gemäß der neuen gesetzlichen Möglichkeit ein ?Business Improvement District (BID)? zu initiieren, um die Attraktivität des Ortszentrums zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Einkaufszone zu stärken. Wir unterstützen ihre Ziele, den Markt zu vergrößern und in die Gudrunstraße, unter Verschiebung des Ehrenmals um ca. 100 m nach Süden, zu verlegen.

Verkehrsberuhigung in den Wohnstraßen

Wichtigstes Ziel unserer Verkehrspolitik ist es, die Wohnstraßen von dem zunehmenden Autoverkehr zu entlasten und Schleichverkehre zu unterbinden. Wir wollen insbesondere dafür sorgen, dass der Durchgangsverkehr von und nach Wedel aus den Wohnstraßen im Norden und Süden Rissens auf die Bundesstraße (B 431) verlagert wird.

Dies kann kurzfristig gesehen nur gemeinsam mit Wedel und nur durch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in den betroffenen Straßen selbst geschehen. Wir fordern deshalb, dass der Lkw-Verkehr durch eine Verkehrslenkung stärker über die B 431 geführt wird und setzen uns dafür ein, dass die Höchstgeschwindigkeit im Straßenzug Sülldorfer Brooksweg ? Tinsdaler Heideweg über den Bereich zwischen Raalandsweg und Wittenbergener Weg hinaus auf 30 km/h beschränkt wird.

Grundlegend können die bestehenden Verkehrsprobleme jedoch nur durch den Weiterbau der unvollendeten Ortsumgehung über die dafür planerisch gesicherte Brünschentrasse beseitigt werden. Der im Jahre 2004 aktualisierte Verkehrswegeplan der Bundesregierung sieht dieses Projekt aber erst für den ?weiteren Bedarf? nach 2015 vor. Intensive Bemühungen der CDU und des Hamburger Senats, die Priorität im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans zu erhöhen, hatten keinen Erfolg.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Hierzu konnten in der jüngeren Vergangenheit durch die zeitweise verkehrenden neuen innerörtlichen Buslinien für die Bedienung des Krankenhauses (Metrobuslinie 1) und für den Einkaufsverkehr (Buslinie 286) sowie durch ein schnelleres Busangebot im Nachtliniennetz gewisse Verbesserungen erreicht werden. Wichtigste Ziele unserer Verkehrspolitik im ÖPNV bleiben weiterhin ein zweigleisiger Ausbau der S-Bahn und eine dichtere Taktfrequenz im Zugangebot auch außerhalb des Berufsverkehrs. Die Metrobuslinie 1 soll nach Fertigstellung des neuen Wohngebietes am Rissener Krankenhaus ganztägig verkehren.

Neues Wohngebiet am Rissener Krankenhaus

Im Rahmen des Senatsprogramms ?wachsende Stadt? sind hier 250 bis 300 neue Wohnungen vorgesehen. Wir haben dafür gesorgt, dass eine möglichst kleinteilige Bebauung mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern entsteht und eine Kindertagesstätte mit berücksichtigt wird. Im neuen Bebauungsplan ist auf unsere Initiative hin eine direkte Straßenverbindung zur B 431 rechtsverbindlich eingeplant, um neue Schleichverkehre durch Rissener Wohnstraßen zu vermeiden. Hierzu soll der bestehende höhengleiche Bahnübergang ?Sieverstücken? aufgehoben und durch eine Brücke über die S-Bahn ersetzt werden. Die erforderlichen Finanzierungsverhandlungen zwischen Hamburg, dem Bund und der Bahn gestalten sich jedoch als äußerst schwierig. Trotz wiederholter politischer Initiativen ist es bisher nicht gelungen, die zeitgerechte Realisierung der Brücke sicherzustellen. Wir werden uns auf allen Ebenen und mit allem Nachdruck aber weiterhin dafür einsetzen. Für die Bauzeit haben wir gefordert, dass der Baustellenverkehr ausschließlich über die Straße Sieverstücken erfolgt.

Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen

Wir unterstützen die sozialen und kulturellen Ziele des Bürgervereins sowie der anderen Vereine und Institutionen. Wir setzen uns unter anderem ein für die Belange des Rissener Sportvereins und die Erweiterung der Anlagen am Marschweg ein. Wir werden dafür Sorge tragen, dass unser Jugendzentrum erhalten und weiterhin mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Wir wollen, dass auch die Rissener Polizeiwache und die Freiwillige Feuerwehr langfristig für unsere Sicherheit zur Verfügung stehen.

 

 
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